Stadtrat Claus SchweitzerStadtrat Claus Schweitzer

Im Rahmen der Vorstellung des neuen Maßnahmenplans zur Weiterentwicklung der Heilbronner Innenstadt nahm Stadtrat Claus Schweitzer wie folgt Stellung:

Zunächst bedankte sich Schweitzer für die informative Präsentation und bewertete die grundsätzliche Ausrichtung des Konzepts positiv. Es sei richtig und konsequent, Projekte zu beenden, die sich nicht bewährt haben, und die freiwerdenden Mittel für neue Ansätze einzusetzen. Die Abschaffung der Sparkmünze begrüßte er daher ausdrücklich.

Ebenso positiv hob er die strukturelle Bündelung von Zuständigkeiten in einem Kompetenzzentrum hervor. Die Zusammenführung von Kompetenzen führe zu effizienteren Abläufen und effektiverem Arbeiten. Auch die Einrichtung einer „One-Stop-Agency“ sei ein sinnvoller Schritt zur besseren Koordination.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Beleuchtung des Marktplatzes. Licht sorge für Sicherheit und betone zugleich die Attraktivität und architektonische Qualität des Platzes. Ergänzend dazu unterstützte Schweitzer eine sichtbare Polizeipräsenz – insbesondere auch zu später Stunde. Bei erfolgreicher Umsetzung der Videoüberwachung am Marktplatz solle zudem geprüft werden, ob eine Ausweitung auf weitere Bereiche der Innenstadt sinnvoll sei.

Die geplante „Innovationsfabrik Heilbronner Innenstadt“ bezeichnete Schweitzer als gute Idee. Entscheidend sei jedoch, dass Förderentscheidungen ideologiefrei erfolgen und Projekte unabhängig von weltanschaulichen Vorgaben bewertet werden.

Weitere positiv bewertete Maßnahmen seien die Einführung von Waste Watchern, zusätzliche Begrünungselemente als Beitrag zum Stadtklima sowie zusätzliche Veranstaltungen und der Brückenschlag zum Bildungscampus.

Kritisch äußerte sich Schweitzer hingegen zu zwei Punkten:

Das geplante „mediterrane Gässle“ halte er für entbehrlich. Er bezweifle, dass dieses Projekt die erhoffte Anziehungskraft entwickeln werde. Die hierfür vorgesehenen Mittel seien aus seiner Sicht an anderer Stelle effektiver eingesetzt.

Auch zur geplanten Umgestaltung der Gerberstraße äußerte er Vorbehalte. Nachdem das Projekt bereits verschoben wurde, plädierte er dafür, es zunächst vollständig auszusetzen. Vorrang sollten zunächst die Vorhaben in der Turmstraße und Zehentgasse haben. Erst nach deren Umsetzung solle über weitere Maßnahmen in der Gerberstraße entschieden werden.