Endlich Sommer! Die Temperaturen steigen, und viele Heilbronner zieht es an die Neckarhalde. Doch wer die Tribüne nutzen möchte, wird derzeit mit dem Hinweis auf Rutschgefahr abgewiesen.
Die Frage ist berechtigt: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Eine Tribüne, die über Jahrzehnte problemlos genutzt werden konnte, wurde mit heller Farbe gestrichen. Die Folgen waren absehbar: Die Oberfläche wurde rutschig, die Sicherheit der Besucher beeinträchtigt und nun sind weitere Sanierungsmaßnahmen an Treppen und Zugängen notwendig.
Statt vorhandene Strukturen funktional zu erhalten, wurde Geld für eine Maßnahme ausgegeben, die am Ende neue Probleme geschaffen hat. Gleichzeitig bleiben wichtige Investitionen, beispielsweise in die Modernisierung des gastronomischen Bereichs, auf der Strecke.
Besonders ärgerlich ist, dass nun erneut öffentliche Mittel eingesetzt werden müssen, um die Folgen dieser Entscheidung zu beseitigen. Am Ende zahlen die Bürger doppelt: zuerst für das Anstreichen und anschließend für die Sanierung.
Mein Vorschlag ist daher einfach und pragmatisch: Die Farbe entfernen, die Oberfläche wieder sicher nutzbar machen und auf eine erneute Lackierung verzichten. Die Neckarhalde braucht keine optischen Experimente, sondern eine sichere, funktionierende und wirtschaftlich vernünftige Lösung. Steuergeld sollte verantwortungsvoll eingesetzt werden.