Stadträtin Renate PappertStadträtin Renate Pappert

Meine Gedanken zum Heilbronner Lichterfest

von Renate Pappert

Das Heilbronner Lichterfest, veranstaltet von der Heilbronn Marketing GmbH, ist das große Sommerfestival an der Neckarmeile und am Hagenbucher See.

Es fand in diesem Jahr vom 18. bis 20. Juni 2026 statt.

Bei der Eröffnung am 18.06.2026 um 20.00 Uhr durch den Ersten Bürgermeister Martin Diepgen war die AfD-Gemeinderatsfraktion mit vier Mitgliedern vertreten.In der Heilbronner Stimme wurde sowohl am Montag als auch am Dienstag über das Lichterfest berichtet. Während der Artikel vom Montag von über 100.000 Besuchern sprach und die Veranstaltung als rundum gelungen darstellte, fiel der Bericht vom Dienstag mit der Überschrift „Vom großen Erfolg bis verheerend“ deutlich kritischer aus.

Aus Sicht der Heilbronn Marketing GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Steffen Schoch, kann man durchaus von einer gelungenen und gut besuchten Veranstaltung sprechen. 100.000 Besucher und gute Stimmung sind Werbung für weitere Veranstaltungen in Heilbronn – und das ist gut so. Aber: Aus Sicht der Standbetreiber und Gastronomen herrschte nur vereinzelt Euphorie.

Auch die Panzersperren fielen einigen Besuchern negativ auf, obwohl sie teilweise ansprechend bepflanzt waren. Die Menschen wollen Spaß haben. Gleichzeitig sitzt das Geld nicht mehr so locker wie früher. Hier zeigen sich durchaus Parallelen zur Situation in der Heilbronner Innenstadt.

Ob die Entscheidung von Herrn Schoch richtig war, kein Public Viewing zuzulassen, sei einmal dahingestellt. Seine Begründung lautete, dass der Charakter des Lichterfestes erhalten bleiben solle. Damit kann man leben.

Sollte tatsächlich der Wunsch bestanden haben, Deutschlandfahnen oder feiernde Fußballfans vom Lichterfest fernzuhalten, wäre das ein fatales Signal. Die Deutschlandflagge ist die Flagge unseres Landes. Sie steht für unseren demokratischen Staat und gehört zu Deutschland.

Wer ein unverkrampftes Zeigen der Nationalflagge als Problem betrachtet, sollte seine Haltung hinterfragen.