Forum Gemeinderat – mein Beitrag aus der Heilbronner Stimme – Stadtzeitung
Bezirksschornsteinfeger
Ein Bürger beschwerte sich bei mir, er sei mit einer 342-Euro-Rechnung für eine Feuerstättenschau (FSS) eines Holzofens übervorteilt worden. Die Schau habe nur knapp 15 Minuten gedauert, das rechtfertige keine solch hohe Rechnung. Dann habe der Bezirksschornsteinfeger (BSF) drei Monate später die Auflage erteilt, sogenannte Fensterfalzlüfter einzubauen, was von einem anderen Schornsteinfeger als Willkür angesehen, aber trotzdem umgesetzt wurde.
Der Bürger wandte sich daraufhin an die Landesschornsteinfegerinnung und einen Anwalt. In beiden Fällen ohne Erfolg. Weitere neun Monate später widerrief der BSF die Feuerstättenschau. Daraufhin legte der Bürger persönlich Widerspruch beim Planungs- und Baurechtsamt ein. Dort konnte man seine Gründe nicht nachvollziehen, das Ganze eskalierte, der Bürger wurde aus dem Rathaus hinausbegleitet.
Hier liegt offensichtlich ein Akt von Willkür des BSF vor, der tatsächlich als Beliehener FSS durchführen darf, es besteht hier kein Wahlrecht. Es wäre aus meiner Sicht in diesem Fall aber nötig gewesen, dass sich das Amt vor den Bürger stellt und ein Gespräch mit dem BSF sucht, um den Streit zu schlichten. Man hat es aber vorgezogen, eine Antwort zu geben, ohne auch nur einen Hauch von Betroffenheit zu zeigen.
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